Zukunftsanalyse zur Schaffung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Netzwerkes

 

Seit 2005 arbeitet der Kooperationsraum Vohenstrauß-Střibro (9 bayer. und 13 tschech. Kommunen) an einer Vernetzung der kommunalen Akteure zur Stärkung und Förderung der grenzüberschreiten-den Zusammenarbeit. Seit 2009 widmet sich die Bayerisch-Böhmische Innovationsallianz mit sechs deutschen Kommunen entlang der Grenze nördlich des Kooperationsraums ehrenamtlich derselben Aufgabe. Ziel dieser Zusammenschlüsse ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks und die Unterstützung grenzüberschreitender Aktivitäten in den einzelnen Kommunen.

 

Mit dem Projekt "Zukunftsanalyse zur Schaffung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Netzwerkes" wurden die Potentiale einer Verschmelzung dieser beiden kleinräumigen Initiativen und einer Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ausgelotet. Dies erfolgte durch Befragungen und div. Interviews in den Gemeinden des Grenzraumes. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass die grenzübeschreitende Zusammenarbeit nur durch eine professionelle Organisationsform, in der der tschechische und bayerische Kommunen gleichberechtigt eingebunden sind, nachhaltig forciert werden kann. In den nächsten Monaten wird zu prüfen sein, wie diese neu zu schaffende Einheit vor Ort professionell die grenzüberschreitende Zusammenarbeit voranbringen kann, welche Aufgaben ihr zukommen und wie eine Finanzierung sichergestellt werden kann.

 

Wichtig für die künftige Zusammenarbeit ist, dass alle potentiellen Teilnehmer detailliert über Wünsche und Erwartungen befragt werden und als Ergebnis auch klar wird, wie die Akteure selbst dieses neue Netzwerk und auch ihre Rolle darin sehen.  

 

 Ohne Grenzen

Die Analyse wurde durch die Euregio Egrensis im Rahmen eines Kleinprojektes gefördert:

Projekt Nr. 297/2013: Zukunftsanalyse zur Schaffung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Netzwerkes

Euregio Egrensis

 

Die Antworten und Aussagen der Interviews können beim Regionalmanagement angefordert werden.

  

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der grenzüberschreitende Konferenz vorgestellt und diskutiert

 Bei dieser Konferenz wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Alle Kommunen klären einen Beitritt in ihren Gemeinde-/Markt- oder Stadträten. 
  • Gleichzeitig sollen konkrete Projektideen ausgearbeitet werden, die ggf. im Rahmen eines Interreg V Projektes gebündelt werden.
  • Ein nächstes Treffen in Form einer Gründungsversammlung soll im Mai/Juni 2015 stattfinden. Bis dahin sollte auch die Förderrichtlinie INTERREG V feststehen, um konkrete Projekte zu vereinbaren.

Die nächsten Monate bis Februar/März 2015 können nun die interessierten Kommunen ihre Beschlüsse fassen um bis März/April 2015 das neue Aktionsbündnis im Rahmen einer Gründungsversammlung zu beschließen. Bis dahin sollten auch Details zur neuen Interreg- bzw. Ziel 3-Förderung vorlegen, um ggf. im Rahmen eines Großprojektes die erforderliche Personalstruktur und den Aktionsplan von Einzelmaßnahmen aller Mitgliedskommunen für den eine Startphase bewilligungsreif auszuarbeiten. Diesem Projektantrag muss jedoch ein Beschluss vorausgehen, welcher Träger den Förderantrag einreicht und wie die Kofinanzierungsanteile jeweils erstattet werden.