Energie-Bilanz für den Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab

 

Bürger und Verwaltung gehen im Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab gemeinsam mit gutem Beispiel voran, wenn es um den Klimaschutz geht. Dies wird deutlich, wenn man den Stromverbrauch und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vergleicht. So wurden im Jahr 2011 rd. 27,6 % des Stromverbrauchs von 573 Mio kWh bereits durch erneuerbare Energien in der Region selbst erzeugt - der Löwenanteil hiervon durch Solarenergie, Biomasse und Wasserkraft.

 

Im Jahr 2008 betrug die Erzeugung von erneuerbaren Energien gemessen am Stromverbrauch von 548 Mio kWh nur 12,5 %. Den Spitzenplatz nimmt dabei die Solarenergie mit einem Anteil von 14 % ein (Vergleich zu 2008 3,4 %), gefolgt von der Biomasse mit 10,5 % (2008: 5,2%).

Der Anteil regenerativer Energie-Erzeugung im Jahr 2011 entspricht einer CO²-Einsparung von knapp 100.000 t und hat sich damit im Vergleich zum Jahr 2008 mit rd. 43.000 t mehr als verdoppelt.

 

In den Gemeinden Kohlberg, Moosbach, Neustadt am Kulm, Pleystein, Speinshart und Waldthurn wird bereits mehr Strom erzeugt als verbraucht. Im Gegenzug dazu stehen Gemeinden, die aufgrund stromintensiver Unternehmensstandorte viel Energie benötigen wie Weiherhammer, Grafenwöhr, Eschenbach, Pirk oder Vohenstrauß. Insbesondere hier setzen aber auch die Unternehmen auf Energieeffizienz und leisten dadurch ihren Beitrag zum Klimaschutz, wie z.B. die Pilkingtonwerke in Weiherhammer, die ihrem Stromverbrauch durch technische Neuerungen von 7.100 MWh auf 5.700 MWh verringern konnten und auf ihren Dächern eine Photovoltaikanlage mit 1MW errichtet haben.

 

In folgenden Grafiken wird die Energiebilanz für den Landkreis verdeutlicht:

Stromverbrauch u. Erzeugung

Grafik: Übersicht Stromverbrauch und Stromerzeugung 2011

 

NEW-EnergieGrafik: Stromverbrauch und Stromerzeugung 2007 - 2011

NEW-EnergieGrafik: Regenerative Energien; Anteile 2008-2011

NEW-EnergieGrafik: CO²-Bilanz 2005 - 2011

 

 

Im Landkreis ist ein sorgsamer und klimaschonender Umgang mit den Ressourcen nicht nur beim Strom gegeben. Vielmehr wirken sich auch ein flächendeckendes ÖPNV-Angebot, der Ausbau des Radverkehrs, der Betrieb einer Online-Mitfahrzentrale oder die Forcierung der Direktvermarktung klimaschonend aus. Mit einem Umweltmanagementsystem und einer Umwelterklärung 2011 nach EMAS III hat das Landratsamt seine Klimaschutzaktivitäten und –ziele erarbeitet und ist ständig dabei, diese zu aktualisieren und weiterzuentwickeln.